Kolodozero | Aleksey Myakishev

Aleksey Myakishev

Aleksey Myakishev

17.06.2017 – 08.09.2017

Vernissage: 17.06.2017  19 Uhr

Rund tausend Kilometer nördlich von Moskau liegt tief in den Wäldern verborgen das Dorf Kolodozero. In der Antike ließen sich die ersten Siedler an den Ufern der dortigen Seen und Flüsse nieder. Kolodozero besteht daher aus einer Handvoll kleiner Weiler, die sich verstreut entlang der pittoresken Ufer der Seen erstrecken.

 

Vor 15 Jahren verzauberte dieser Ort auch drei Freunde aus Moskau, die durch den Norden Russlands wanderten, auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. 2001 sammelten sie gemeinsam die nötigen Mittel, um die Dorfkirche wiederaufzubauen, die im Jahr 1977 einem Feuer zum Opfer gefallen war. Einer der Freunde, ein rothaariger Rebell und Punk, Arkady Shlykov, absolvierte das Moskauer Priesterseminar und wurde 2005 zum Priester geweiht.

 

Mit ihm als Pope kehrte rund 40 Jahre nach der Zerstörung der Kirche das kirchliche Leben nach Kolodozero zurück. Den strengen Dorfbewohnern erschien der zottelköpfige, rockstarähnliche Shlykov zuerst suspekt, aber bald schlossen sie ihn in ihre Herzen. Sie akzeptieren sein Freiheitsbedürfnis, äußerlich wie innerlich, und schätzen seinen Charakter –friedliebend und sanftmütig. „Das ist eine Geschichte über die Menschen im Norden Russlands, eine Geschichte darüber, was sie zusammenhält, über ihre Seele und ihr Gemüt, über ihre Leidenschaften und Emotionen“, sagt die Fotografin Ekaterina Solovieva, die am Projekt Kolodozero beteiligt ist.

 

Weiters werden einige Bilder aus Vyatka, der Heimat von Aleksey Myakishev, gezeigt.

  

Biografie

Aleksey Myakishev, Berufsfotograf, geboren 1971 in Kirov (Vyatka), lebt und arbeitet in Moskau. Von 1991 bis 1999 arbeitet er für verschiedene Zeitungen in Kirov. 1999 Umzug nach Moskau, Beginn als freiberuflicher Fotograf.

 

Beiträge für russische und ausländische Publikationen, unter anderen “The Russian Newsweek”, “Kommersant“, “Helsingin Sanomat”, “APU“, “Talouselama/Finland”.

 

Derzeit arbeitet er an verschiedenen Projekten zur Dokumentation des ländlichen Russlands.

Preisträger “Interphoto award” 1998 und 2001; Stipendium des russischen Kulturministeriums 1996 und 1997. Weitere Preise: “Bestphotographer,” “The Best of Russia,” “The FRF Prize,” “Sony World Photography Awards.”

 

Lehrtätigkeit an der “Leica-Akademia.” Gemeinschafts- und Einzelausstellungen in Russland, Frankreich, Deutschland, Kanada, Italien, Tschechische Republik, Österreich.

 

Fotoarbeiten von Aleksey Myakishev sind in öffentlichen Sammlungen zu sehen (Gemeindebibliothek von Auxerre/Frankreich,“Leica-Russia”-Sammlung, Pushkin Museum, Museum of Organic Culture) und sind in private Sammlungen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, Italien und Russland aufgenommen worden.

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