Behind the curtain | Ula Wiznerowicz

06.11.2010 - 21.01.2011 Ich wuchs im kleinen Dorf Palmowo in Polen auf, wo ich schon früh mit dem Ernst des Lebens vertraut wurde. Dies inspirierte mich, Probleme und Schwierigkeiten in Fotoprojekten zu dokumentieren. Als ich 19 war, führte mich meine Passion für die Fotografie nach England, wo ich an der Middlesex University, London, Fotografie studierte.

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Inn(ich)en | Elisabeth Weiss

10.07. - 02.10.2010 INN(ich)EN ist die Dekonstruktion des Ortsnamens Innichen und verweist auf das INNEN, auf das ICH des Dorfes. Das ICH des Dorfes hat viele Gesichter. Eines davon sind die Häuser mit ihrem Äußeren und mit ihren Botschaften vom INNEN; vom Innen als Existenzanker, als Ort der Sicherheit. Zu diesem Ort gelangen wir über Türen (davon hat Innichen beachtlich schöne Beispiele). Die Tür - in meinen Arbeiten ein immer wiederkehrendes Motiv - ist ein komplexes Symbol und vermittelt ganz konträre Wahrnehmungen: ein Übergang vom Nicht-Befugt sein zur Familiarität, zum Intimen Heimeligen auch Leidvollen; anderseits wieder eine Öffnung nach draußen, eine Einladung zur Gemeinsamkeit mit anderen.

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Walking | Floriano Menapace

08.05. - 12.06.2010 Nichts schockiert mehr; kein Foto eines getöteten Kindes, kein Gemetzel, weder das Bild einer Autopsie noch Bilder von Auschwitz, die bereits der Vergangenheit angehören. Die Kultur, auch jene des Schauens, ist abgestumpft vom bis zum Überdruss Gezeigten und verliert ihre Urteilsfähigkeit. Um hier einen Ausweg zu finden, müssen wir uns wieder auf das Wesentliche zurückbesinnen

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The Revenants | Mike Chisholm

13.03. - 07.05.2010 Diese Fotografien sind im Laufe seiner täglichen Besuche zu einem Pool/ Teich am Unigelände in Southampton entstanden. Die Serie hat ein paar der Objekte, die ihren Weg in den Teich gefunden haben, aufgenommen - ob das vom Wind angeblasener Müll oder halb-bewusste Spenden an schützende Geister waren. Als Wiedergänger, auch Widergänger, werden unterschiedliche Gespenstererscheinungen aus verschiedenen Kulturkreisen bezeichnet. Der Kern des Wiedergänger-Mythologems ist die Vorstellung von Verstorbenen, die – oft als körperliche Erscheinung – in die Welt der Lebenden zurückkehren („Untote“). ("einer, der zurückgekommen ist - vom Tod, von der Verbannung, ein Geist"). In Mike Chisholms Sinne werden auch die geisterhaften Dinge und Stücke als Widergänger bezeichnet, die in unterschiedlichen Gestalten, Tag für Tag im Pool auftauchen.

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Baur Sebastian

04.03.2010 In seinem neuen Gedichtband “in olla forrbm liewe. in allen farben liebe” hat der Schauspieler, Dichter und Rezitator Sebastian Baur die Suche nach der Liebe in all ihren Farben zu seinem Thema gemacht. Auf der Achterbahn zarter und derber, versonnener und verrückter, naiver und verruchter Verse und Lieder führt er sein Publikum in die Höhen und Tiefen von Liebe, Leidenschaft und Wahnsinn. In lebensechtem Pustertaler Dialekt verfasst, zeugen die berührenden Texte von der Sprach- und Bildmächtigkeit der heimatlichen Mundart

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My still life polaroids | Sabine Jelinek

0.01. - 02.03.2010 Sabine Jelineks Blick ist auf die Gegenstände, Dinge und Sachen des alltäglichen Lebens gerichtet. Manches davon mag vielleicht irgendwann absichtlich so hingelegt worden sein, anderes türmt sich nur zufällig. Der Künstlerin fällt ins Auge worüber unsere Wahrnehmung meist nur unbewusst hinweg gleitet. Dinge umgeben uns ständig, wir nützen sie aber brauchen sie nicht immer. Wir sehen sie nicht und nehmen sie doch wahr. Sie geben so vieles von dem preis, was uns im Leben wichtig ist. Nun greift Sabine Jelinek zur Kamera und holt aus diesem Strom der Eindrücke einige präzise Momente heraus. Das stille Leben, das auf ihren Bildern erscheint, bedarf der geschärften Aufmerksamkeit der Künstlerin, um sich gegen die Zeit behaupten zu können. Und doch verewigt Sabine Jelinek nichts. Ganz im Gegenteil, denn was sie festhält ist nicht der Stillstand der Zeit, sondern deren Vergänglichkeit.

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